Ein Herz für Tiere ! <3

Hier wo Tiere alle Hilfe bekommen die sie brauchen ! :)


Zu mehreren Tipps wenden sie sich doch ans Gästebuch !:)       

1. Die Aufmerksamkeit

Bevor ich mich mit dem Pferd beschäftige, hole ich mir seine Aufmerksamkeit. Wenn es auf der Weide oder im Stall steht, rufe ich es, pfeife oder mache mich irgendwie bemerkbar, so dass es mich wahrnimmt. Es sollte mich dabei ansehen und mir nicht sein Hinterteil zudrehen, denn ein Pferd sieht direkt hinter ihm nichts. Es sendet mit jedem Auge getrennte Bilder zum Gehirn, deshalb kann es sein, dass eine Übung auf der einen Hand super klappt und auf der anderen Hand nicht. Ich erkenne an den Augen oder an den Ohren, ob ich die Aufmerksamkeit meines Pferdes habe.
Wenn du mit einem Hengst arbeitest, wirst du, im Gegensatz zu einer Stute oder einem Wallach, verstärkt an der Aufmerksamkeit arbeiten müssen, da er sich ständig ablenken lässt. Du wirst viel mehr Zeit investieren müssen, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen.

Hole dir die Aufmerksamkeit deines Pferdes:

 über akustische Signale

•  mit den Fingern schnippen
•  mit der Zunge schnalzen
•  klatschen
•  pfeifen

über Berührungen

streicheln mit den Händen und den Hilfsmitteln

über Bewegungen

durch sicheres Zubewegen auf die Hinterhand, zum toten Winkel

Wenn du die Aufmerksamkeit des Pferdes über die Bewegung holen möchtest,
dann gehe so vor:

•  Nimm das Seil und hänge es über deinen Ellenbogen, damit beide Hände für die Hilfen, frei sind. Bei Gefahr kannst du jederzeit das Seil greifen.

•  Überlege dir, wo du hingehen möchtest und richte deinen Blick dort hin.

•  Richte dich auf, das heißt, bringe Spannung in deinen Körper.

•  Gehe selbstbewusst und mit gleichmäßigen Schritten, ohne das Pferd anzuschauen, in Richtung Hinterhand (toter Winkel).

•  Je mehr du mit deiner Körpersprache zögerst oder unsicher bist, desto mehr wird das Pferd zögern und nicht folgen. Beobachte es nur aus dem Blickwinkel.

•  Wenn das Pferd unaufmerksam ist und nicht folgt, nimmst du das Seil und gibst einen kurzen Ruck. Jetzt wird es dir folgen, achte dabei auf die Ohren deines Pferdes, wenn sie aufrecht und nach hinten gerichtet sind, hast du seine Aufmerksamkeit.

•  Vor dem Stehenbleiben entspannst du dich und das Pferd wird ebenfalls stehen bleiben. Falls das Pferd nicht stehen bleibt, dränge es Pferd aus deinem Dominanzbereich, indem du dich aufrichtest, das Seil in beide Hände nimmst, in Höhe deiner Augen hältst und durch energisches Spannen und lockern des Seiles Druck erzeugst, bis das Pferd stehen bleibt. Sobald es steht entspanne dich wieder.

•  Mache diese Übung mehrmals und ändere die Richtung und das Tempo.

•  Beende diese Übung indem du dein Pferd auf Distanz drängst und warte dort, bis es seine Sicherheit findet. Es hat dabei eine entspannte Kopfhaltung, es schnaubt ab und atmet entspannt aus.

2. Das Vertrauen

Bevor du mit deinem Pferd arbeiten willst, muss es Vertrauen zu dir haben. Du erkennst, ob dein Pferd Vertrauen hat, wenn du es überall am Körper mit den Händen und den Hilfsmitteln streicheln kannst. Falls es sich irgendwo nicht anfassen lassen möchte, z. B. im Genick, den Ohren, dem Euter oder im Flankenbereich, versuche mit bewusst entspannter Körperhaltung langsam aber penetrant an diesen Stellen zu streicheln. So lange, bis sich das Pferd entspannt und keinen Widerwillen mehr zeigt.

Gewinne das Vertrauen deines Pferdes:

Indem du deinem Pferd Komfort und Sicherheit gibst, wie es ein Ranghöheres Tier ihm geben würde. Verhalte dich nicht wie ein Raubtier, das heißt sei nicht aggressiv, mache keine ruckartigen Bewegungen, gehe entspannt, auf Umwegen zum Pferd, klammere dich nicht auf seinem Rücken fest. Sei immer fair und dein Pferd wird dir treu folgen.
Berühre es entspannt, am ganzen Körper, mit den Händen und den Hilfsmitteln.
Wenn dein Pferd schon viel Vertrauen zu dir hat, kannst du versuchen ihm seitlich ins Maul zu fassen, es leicht zu massieren und die Zunge seitlich hinauszuziehen, um es auf das Zähneraspeln, die Trense oder die Wurmkur vorzubereiten. Schwinge das Seil auch über seinen Rücken und lerne ihm dabei stehen zu bleiben, was später für das Satteln und das Aufsteigen wichtig ist. Schlenkere das Seil auch an und um die Beine deines Pferdes, damit es keine Panik bekommt, wenn ein Hund oder Äste seine Beine berühren. Je mehr Vertauen ein Pferd hat, desto weniger Probleme wird es mit ihm geben.

Merke: Es gibt keine bösen Pferde, böse Pferde wurden vom Mensch gemacht!

3. Der Respekt

 Nachdem wir uns die Aufmerksamkeit und das Vertrauen erarbeitet haben, kommt als dritter wichtiger Punkt der Respekt dazu. Das Ziel unserer Arbeit ist, dass wir Vertrauen und Respekt in Balance bringen. Habe ich zu viel Vertrauen zum Pferd und das Pferd zu viel Vertrauen zu mir und zu wenig Respekt, so wird es einige Übungen einfach nicht machen. Hat es aber zu viel Respekt, wird es bei kleinstem Druck in den Instinkt kommen und davon laufen.
Den gegenseitigen Druckaufbau, um die Rangordnung festzulegen, kann man sehr gut auf der Koppel beobachten. Zuerst üben sie einen mentalen Druck durch Ohrenanlegen und Quietschen aus. Dann drehen sie die Hinterhand zum Pferd und schlagen, wenn es sein muss, auch aus. So geht der mentale Druck in physischen über. Das andere Pferd wird versuchen gegen den Druck zu gehen, sich zu wehren. Diese Verhaltensweise ist bei unserer Arbeit mit dem Pferd nicht erwünscht. Wir möchten dem Pferd lernen, dass es vom Druck weg weicht und zwar auf feinste Hilfen, in alle Richtungen. So dass es beim Reiten nicht gegen die angelegte Wade drückt, sondern ihr weicht, nicht gegen das Gebiss drückt, sondern nachgibt.
Das erreichen wir aber nicht mit Gewalt, denn Druck erzeugt Gegendruck . Sondern durch Druck, der freundlich anfragt und langsam bis zum Erfolg gesteigert wird. Bei der Basisarbeit wird auf die Eigenheit verschiedener Pferderassen Rücksicht genommen, weil die Instinkte, in der Grobphase, jedes einzelnen Individuums angesprochen werden. Der ausgeübte Druck wird auf das jeweilige Pferd abgestimmt. Araber reagieren sensibler, als z. B. Tinker. Bei unserer Arbeit mit den Pferden wird der Druck, wie in der Pferdewelt, in vier Phasen aufgebaut.
Wichtig dabei ist, dass du den Druck erst raus lässt, wenn das Pferd richtig reagiert. Erhöhe den Druck nie weiter als Phase 4.
Falls du mit einem Hengst arbeitest, musst du noch konsequenter sein, als bei einer Stute oder einem Wallach. Er wird öfters mit dir die Rangordnung diskutieren. Du musst auch Kleinigkeiten korrigieren, damit sie später nicht zum Problem werden.

Erlange den Respekt deines Pferdes

Du erlangst den Respekt deines Pferdes, indem du immer mit Phase 1 anfängst den Druck aufzubauen. Damit gibst du deinem Pferd die Möglichkeit den feinsten Druck wahrzunehmen und darauf zu reagieren.Sobald das Pferd reagiert, nehme ich den Druck raus, streichle das Pferd, signalisiere ihm hiermit, dass seine Reaktion richtig war und arbeite somit wieder am Vertrauen.


Phase 1 : du berührst mit deinen aufgestellten Fingern das Fell.

Phase 2 : du berührst durch etwas mehr Druck, die Haut deines Pferdes.

Phase 3 : du berührst durch noch mehr Druck die Muskulatur.

Phase 4 : du baust den Druck so weit auf, als wolltest du die Knochen deines Pferdes berühren. Gehe nicht weiter als Phase 4, aber bleibe, falls das Pferd nicht reagiert, mit dem Druck am Pferd, bis es reagiert.

Wenn dein Pferd anfängt zu kauen, zeigt es dir, dass es den ausgeübten Druck akzeptiert hat und bittet dich dieses zu beenden. Wenn du an die Grenze deines Pferdes gehst, d. h. mit Druck Phase 4, muss der Druck schlagartig aufhören , sobald das Pferd nur in die richtige Richtung denkt. Sonst stimmt das Timing nicht und dein Pferd wird in den Instinkt kommen. Zu später Wechsel von Respekt und Vertrauen verlängert die Zeit, in der die gewünschte Aufgabe gelöst werden kann, weil das Pferd im Instinkt nicht mehr mitdenkt.
Wenn du am Gleichgewicht von Respekt und Vertrauen arbeitest, so wird am Anfang die gedachte Waage von einem zum anderen Ende ausschlagen. Du wirst einige Zeit brauchen, bis du den erzeugten Eindruck des Respekts wieder mit Vertrauen ausgleichen kannst. Ziel bei der Arbeit mit Pferden soll sein, dass die Wirkung durch den Einfluss auf Vertrauen und Respekt kaum merkbare Veränderungen auslöst. So wirst du und dein Pferd mit viel Spaß die Übungen machen und nach kurzer Zeit stellen sich die ersten Fortschritte ein.

Eine Übung zum Erfühlen des Druckaufbaus:
Gehe in die Hocke und streichle deine Oberschenkel.

Phase 1: Lege deine Hände auf deine Oberschenkel und stelle dir vor, du berührst Pferdehaare. Achte in dieser Phase darauf, keinen Druck auszuüben.

Phase 2: Steigere den Effekt durch Fingeraufstellen, denn eine kleinere Auflage erhöht den Druck und stelle dir vor, die Haut deines Pferdes zu berühren.

Phase 3: Steigere den Druck deiner Finger bis auf die Muskulatur.

Phase 4: Erreiche den maximalen Enddruck auf den Knochen (evtl. Fingernägel einsetzen).

  Merke: Den Respekt eines Pferdes bekommst du nur am Boden Respekt hat nichts mit Größe und Kraft zu tun.

 
Die Dominanz

 Aus Angst .............................................................Durch Sicherheit
das Pferd strafen...................................................... das Pferd fordern,
.......................................................................................... danach Komfort geben


................................................................................
Das Problem ist weiter....................................... Das Pferd wird durch
hin vorhanden.......................................................... deine Hilfestellung
.......................................................................................
geleitet

 Beachte:

•  Du kannst nur dann mit deinem Pferd arbeiten, wenn seine Aufmerksamkeit auf dich gerichtet ist.

•  Veränderungen erzielst du nur dann, wenn du Grenzen überschreitest. Um eine Grenze überschreiten zu können, wirst du verstärkten Druck ausüben müssen. Dabei wird Phase 4 nicht zu vermeiden sein. Steigere den Druck aber nicht höher als Phase 4, und halte deine Emotionen unter Kontrolle. Halte den Druck der Phase 4 so lange, bis du ein Nachgeben in der geforderten Richtung erkennst, auch wenn es nur der Gedanke dort hin ist

= Timing.

•  Der Mensch kann sich nur so lange selbst kontrollieren, so lange er sich innerhalb seiner Grenzen bewegt. Wenn du beim Lernen an so eine Grenze stößt, dann bereite dich besonders auf die nächste Lektion vor, indem du dich gemeinsam mit deinem Pferd auf das gesteckte Ziel vor tastest.

•  Die Stärke des einsetzenden Drucks, die Länge der gewählten Lektionen und die Häufigkeit der Wiederholungen sind davon abhängig wie schnell du dein Ziel erreichen willst. Überlege hierbei, ob du nicht mit mehr Abwechslung bei den Übungen und Nachhaltigkeit beim Erarbeiten der Sicherheit des Pferdes mehr Spaß hast und somit spielerisch das gleiche Ziel erreichen kannst.

•  Das Ziel bei der Arbeit mit Pferden soll immer das beidseitige Lernen sein. Sei empfindsam, wenn dein Pferd dir helfen will eine Grenze zu durchbrechen.

•  Jeder aufgebaute Druck, muss sofort nach Erreichen des gewünschten Effekts wieder herausgenommen werden, sonst wird er gespeichert und oft unerwartet und unkontrolliert, vom Pferd wieder abgegeben.

•  Fange jede Übung mit Druck Phase 1 an und gib somit deinem Pferd die Möglichkeit auf feinste Hilfen zu reagieren.

               

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